Schulsozialarbeit in der Schule Im Innerstetal

Definitionen zur Schulsozialarbeit im Jahr 2011

„Schulsozialarbeit ist ein Angebot der Jugendhilfe, bei dem sozialpädagogische Fachkräfte kontinuierlich am Ort Schule tätig sind und mit Lehrkräften auf einer verbindlich vereinbarten und gleichberechtigten Basis zusammenarbeiten, um junge Menschen in ihrer individuellen, sozialen, schulischen und beruflichen Entwicklung zu fördern, dazu beizutragen, Bildungsbenachteiligungen zu vermeiden und abzubauen, Erziehungsberechtigte und Lehrer*innen bei der Erziehung und dem erzieherischen Kinder- und Jugendschutz zu beraten und zu unterstützen sowie zu einer schüler-freundlichen Umwelt beizutragen.“ Vgl.: Speck, Karsten. Qualität und Evaluation in der Schulsozialarbeit. Konzepte, Rahmenbedingungen und Wirkungen. S. 23. Verlag für Sozialwissenschaften/ GWV Fachverlag GmbH. Wiesbaden 2006; sowie Schulsozialarbeit – Eine Einführung 3. überarbeitete und erweiterte Aufl.; Ernst Reinhardt Verlag München Basel 2014

Jugendhilfe wird seitens der Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Schulsozialarbeit Niedersachsen in diesem Zusammenhang als Begriff für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, egal unter welchem Anstellungsträger, verstanden.

„Zumeist steht bzw. stand hinter dem jeweiligen Begriff letztlich der Gedanke, ein auf Kinder und Jugendliche in der Schule bezogenes, aber nicht auf Schule begrenztes, von Jugendhilfe allein oder gemeinsam mit Schule verantwortetes Tätigkeitsfeld sozialer Arbeit zu markieren, dass sowohl einen Teilbereich von Jugendhilfe als auch mehrere ihrer Angebotsformen am Ort der Schule bereithält und sich dabei auf eigenständige sozialpädagogische Handlungskompetenz stützt.“ Vgl. Spieß, Anke und Pötter, Nicole. Soziale Arbeit an Schulen: Einführung in das Handlungsfeld Schulsozialarbeit (Beiträge zur Sozialen Arbeit an Schulen; 1. Aufl. 2011 Wiesbaden

Aufgaben der Schulsozialarbeit in der Schule im Innerstetal:

• Beratung von Schülerinnen und Schülern, Eltern, Lehrkräften und der Schulleitung bei allen Schwierigkeiten und Problemen, die im Kontext von Schule auftreten können. Grundsätzlich untersteht die Beratung dem Prinzip der Freiwilligkeit und es besteht Schweigepflicht.

• Arbeit mit Klassen gemeinsam mit den Klassenleitungen z.B. zum Klassenklima; „Trau Dich – Prävention: Sexuelle Gewalt in Jhg. 6; Mitarbeit im Mobbing – Interventions-team der Schule, Sozialkompetenztraining in Jhg. 5

• Gremien- und Gruppenarbeit in der Schule: Dienstbesprechungen, Gesamtkonferenzen, Zeugniskonferenzen, Klassenkonferenzen, Förderkonferenzen, Konzeptentwicklung etc.

• Netzwerkarbeit mit außerschulischen Partnern: Kooperation mit Beratungs- und Unterstützungsangeboten der Region, Netzwerk Schulsozialarbeit, Arbeitskreis Sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen

• Gewalt- und Konfliktprävention

• Zusammenarbeit mit der Samtgemeinde Baddeckenstedt, Sebastian Derer: gemeinsame Ausbildung der Jugendgruppenleiter (JULEICA), Angebote für Kinder- und Jugendliche

• Zusammenarbeit mit der Schulpsychologie und die Teilnahme an Supervision

• Unterstützen bei der Berufsorientierung: Praktikumssuche/-vermittlung, Begleitung zur Ausbildungsmesse Vocatium in Braunschweig, Zusammenarbeit mit der Berufsberaterin der Agentur für Arbeit

• Betreuung des offenen Freizeitbereichs in den Pausen sowie die Organisation des Ganztagsangebots, sowie die Durchführung mehrerer AG’s

• Begleitung von Schul- und Klassenfahrten, wenn die Schulfahrt sozialpädagogisch ausgerichtet und die Teilnahme notwendig ist

• Mitwirkung bei Schulverweigerung/-absentismus, um den Schülerinnen und Schülern die Teilnahme am Unterricht sicherzustellen

• Förderung der Partizipation der Schülerinnen und Schüler am gemeinsamen Schulleben

 

Die soziale Arbeit in schulischer Verantwortung berücksichtigt bei ihren Angeboten und Maßnahmen:

- das Kindes- und Jugendwohl,

- ein inklusives Schulverständnis,

- die Lebensweltorientierung,

- die Systemorientierung,

- die Beziehungsarbeit,

- die Kompetenzorientierung,

- die Interkulturalität und

- die Genderorientierung.“

 

Die Grundlage bildet das NSchG, insbesondere der Bildungsauftrag in § 2 NSchG (siehe RdErl. d. MK v. 01.08.2017)

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